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Die Autorin

Robyn Kelch - Die Autorin

Robyn Kelch – Autorin und Geschichtenerzählerin

Ich wurde im Jahr 1965 in Wollongong, Australien als Kind deutscher Einwanderer geboren.

Nach einem Studium an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Koblenz mit Auslandssemestern in Kingston, Canada und Lyon, Frankreich, schlug ich zunächst eine betriebswirtschaftliche Laufbahn im Financial Management (Procter & Gamble, Breuninger) und in der Unternehmensberatung (ABACUS) ein, bis ich meine Leidenschaft für die indigene Gegenwartskunst Australiens zu meinem Beruf machte.

Im Jahr 2006 gründete ich die Galerie ARTKELCH in Freiburg, im Jahr 2009 kam die Collectors Lounge in Schorndorf (bei Stuttgart) in den Räumlichkeiten der Firma meines Mannes Matthias Kelch (kptec) hinzu.

ARTKELCH war spezialisiert auf zeitgenössische indigene Kunst, überwiegend aus den Wüstenregionen Australiens. Daneben umfasste das Galerieprogramm Arbeiten auf Rinde und Holzskulpturen aus dem Norden des Kontinents sowie ein kleines Kontingent an Tapa-Kunst aus Papua-Neuguinea.

Bekannt wurde die Galerie mit ‘Pro Community’, einer Ausstellungsreihe, die jährlich indigene Kunst aus einer Region Australiens an verschiedenen Standorten in Deutschland präsentierte und das Publikum über Art Centres und den ethischen Bezug von zeitgenössischer indigener australischer Kunst aufklärte.

Die Galerie gehörte zu den besten ihrer Art in Europa. Von 2007 bis 2021 habe ich über 100 Aboriginal-Art-Ausstellungen kuratiert, davon 13 in deutschen Museen (Grassi Museum Leipzig, Museum Fünf Kontinente München, Rautenstrauch-Joest-Museum Köln, Kunstwerk | Sammlung Klein, Eberdingen Nussdorf), und die indigene Gegenwartskunst Australiens auf zahlreichen Messen präsentiert (u.a. Art Karlsruhe, Art Paris).

In meiner Zeit als Galeristin habe ich über 500 Vorträge gehalten und 20 Kataloge veröffentlicht, von denen noch einige wenige für Museen auf Anfrage kostenfrei zur Verfügung stehen.

Mein Beitrag zur Verschriftlichung einer der faszinierendsten zeitgenössischen Kunstbewegungen der heutigen Zeit liegt im Storytelling. “Du verkaufst Geschichten, keine Bilder” pflegte mein Mann zu sagen. Das habe ich mit der Kunst von Aboriginal people gemein, erzählt doch jedes Kunstwerk eine eigene, viel bedeutendere Geschichte.

Meine Familie und ich erkennen die tradierten Besitzverhältnisse der australischen First Nations an und respektieren deren tiefe Verbindungen zu Land, Gewässern und ihren Gemeinschaften. Wir zollen den Ältesten aus Vergangenheit und Gegenwart Hochachtung und empfinden diesen Respekt gebenüber allen indigenen Völkern weltweit.